Man könnte vielleicht sagen: du als das Bewusstsein selbst
bist der Schöpfer, aber auch zugleich Schöpfung. Man darf dabei nur eines nicht
vergessen, dass das Bewusstsein selbst absolut nichts mit einem
"Ich", das schöpfen oder nicht schöpfen kann zu tun hat und absolut
keine Ahnung hat von wollen oder nicht wollen, was ja in der Idee der Schöpfung
schon impliziert ist. Das Hiersein ist sich selbst genug und braucht nicht
schöpfen, da es in sich selbst vollkommen geschöpft als das Ungeschöpfte ist.
Wenn wir uns das Ganze mal genauer betrachten, fällt bei dem
Satz "du bist der Schöpfer deines Lebens" doch so einiges auf:
Da gibt es ein "du"
da gibt es "einen Schöpfer"
und da gibt es "dein Leben".
Ganz schön viel auf einmal :)
Das "Ich" ist also der Schöpfer und dieser
Schöpfer namens "Ich" muss sich jetzt um sein Leben kümmern. Aha. Der
Ich-Schöpfer und das Leben. Ist das "Ich" als Illusion, als bloße
Gedankenstruktur erkannt, verschwindet auch der Schöpfer, gesehen als ein
Gedanke im Bewusstsein ( denn mehr ist es nicht ) und das in Besitz genommene
Leben.
Leben ist nicht aufzuteilen - Leben IST einfach. Leben
passiert. Und seit Menschen gedenken möchten die Menschen das Leben lenken. Da
ist es natürlich eine Marktlücke mit dem Erwachen zu locken und ein selbst
gesteuertes, selbst schöpfendes Leben in den Werbeplan einzubauen. Nepper, Schlepper,
Bauernfänger.. aber macht nichts ... die Ernüchterung kommt! Diese ganzen
Versprechen über Erleuchtungsresultate sind echt zum Kotzen ... sorry, aber da
geht es echt grad mit mir durch!
In der Erleuchtung verschwinden Schöpfer und Schöpfung
vollständig. Das ist die Durchschauung der Illusion. Was bleibt in dieser
Verkörperung ist Leben als der Moment in der stillen Präsenz des Seins.
Ungeschöpft als das EINE Bewusstsein, das ungeteilt ist. Das Leben als das
"Ich Bin", bereits geboren in der Absolutheit, die ungeboren IST,
egal, was sich an der scheinbaren Oberfläche abspielt.
Denn du bist - hier IST - formloses, namenloses Sein als
Form und Namen. Absolutes Nichts. Doch wer will schon Nichts sein, denn darin
verschwindet auch das ...
Namasté
Nabala